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Ist so kalt der Winter? Dann Punsch!

15 Dez

Erster Schneefall, Festbeleuchtung in den Einkaufsstraßen und schon ein wenig Vorfreude auf Weihnachten: So beginnt die kalten Jahreszeit.

Dazu passt ein Becher heißer Punsch. Viele Varianten gibt es, doch jede duftet nach Wärme und Geselligkeit. Nach der Arbeit noch kurz mit Freunden und Kollegen auf einen warmen Trunk, die eisigen Finger am heißen Becher wärmen, mit jedem Schluck die Kälte weiter und weiter aus dem Körper zu vertreiben – wem gefällt das nicht? Dabei muss nicht unbedingt Alkohol beteiligt sein. Süßer Beerenpunsch mit dem dichten Aroma reifer Früchte und der reschen Säure von Hagebuttentee weckt ebenso die Lebensgeister. Nur eines darf man nie vergessen: Dicke Sohlen unter den Füßen sind das Um und Auf für eine längere Partie am Punschstand.

Aber was ist denn wirklich drinnen im Punsch? Recht Unterschiedliches, soviel ist sicher. Im Weihnachtspunsch beispielsweise werden Schottenwhisky, Rum, Honig, Wasser, Nelken und Zimt, Zitronensaft und Süßstoff zu einer Komposition vermengt, die selbst die Bäckchen von Santa Claus noch ein wenig intensiver rötet. Für Kinder ist das nichts, die kriegen zur Kältevorsorge ein Gebräu aus Früchtetee, Apfelsaft, Honig und wiederum den essentiellen Zutaten Zimt und Nelken.

Die feinen ätherischen Öle der Zitrusfrüchte lässt uns Orangenpunsch in die Nase steigen: Saft und Schalen von drei Orangen, dazu Orangenlikör und Zucker nach Geschmack eine Stunde lang ziehen lassen und anschließend mit einem Liter ordentlichem Rotwein und einem halben Liter Wasser erhitzen.

So richtig warm ums Herz wird uns bei Ingwerpunsch: Von einer frische Ingwerwurzel verwenden wir ein rund zwei Zentimeter langes Stück, reiben das in eine große Tasse und gießen mit Heißwasser auf. Dazu Rum, Zitrone und Honig.

Zum Schluss noch ein Appell an die Vernunft: Eisige Strassen, rutschige Fahrbahnen und ein gehaltvoller Punsch vertragen sich nicht. Besser ist, mit Fahrgemeinschaften in einer geselligen Runde jene zum Zug kommen zu lassen, die ihre Freude an den alkoholfreien Punschvarianten finden.

Hopfengetränke

02 Apr

Hopfen ist eine Pflanze, die auch in unwirtlichen Regionen mit nachteiligem Wetter gedeiht. Im Gegensatz zu höher entwickelten Kulturpflanzen wie Tomaten, Paradeisern, Paradiesäpfeln oder Kartoffeln ermöglicht der Hopfenanbau gerade den von der Natur und den klimatischen Umständen benachteiligten Landwirten, auch am arbeitsteiligen Wirtschaftsleben teilzunehmen.

Sommers wie winters ist das aus dem Hopfen erzeugte Endprodukt ein nicht wegzudenkender Bestandteil des urbanen und ruralen Feierns: Bier.

Mag auch Sekt, edler Wein oder Champagner die Phantasie mehr zu beflügeln und noblere Assoziationen hervorrufen, so bleibt doch eines unbenommen: Nach einer eröffnenden Runde der vermeintlich “vornehmeren” Getränke ziehen sich zumindest die Herren bei jeder Geselligkeit gerne auf ein oder zwei Bierchen zurück. Aber auch die “schönere Hälfte des Himmels”, die bisher Alkoholkonsum mit der Umsetzung der Weiblichkeit in der Öffentlichkeit nicht in Übereinstimmung bringen konnten, trauen sich vermehrt an die vormalige Männerdomäne heran.

Beginnend mit Bier in kleinen Gefäßen, oft nur in einer verschwindend benutzbaren, schlanken Verpackung von gerade 200 Millilitern verpackt, erobert Mischgetränke in der Tradition des alten “Radlers” – das ist eine Mischung aus Bier und Zitronenlimonade – die Gaumen der Damen. Unter dem Deckmantel der Natürlichkeit und des gesunden Abnehmens bieten viele Brauereien radler-ähnliche Getränke mit geringem Alkoholgehalt und der Beimischung von reinem Zitronensaft oder anderen Fruchtsäften wie Holunder an.

Der wahre Biergenießer wendet sich empört ab und verzichtet gerne auf diese neumodischen Marktverbreiterungen, die wahrscheinlich selbst den ausführenden Braumeistern suspekt sind. Aus der Palette klassischer Biersorten ist die Auswahl ausreichend groß: Pils, Lager, Export, Märzen und Weißbiere in vielen Brauarten bringen den Biergenießer über den Sommer, während zu hohen Festtage der Oster-, Stefani- oder Weihnachtsbock mit einer aufs Doppelte erhöhten Würze lockt.

Wie auch die konkrete Sortenwahl lautet: Bier als Erfrischungsgetränk ist ein Naturprodukt und unterliegt unter Beachtung des uralten Reinheitsgebots besonderen Qualitätsansprüchen.

Terra Patriae Zweigelt Reserve 2008

06 Jan

Terra Patriae Zweigelt Reserve 2008

Der Bardolino hat die Zungen gelöst, beim Zweigelt geht’s ins Herz, zu Liebe und Begehren, Zuneigung und Ablehnung. K ist seit sechs Monaten hinter einem Mann her, und der “ist in einem Zwiespalt” und will darum nicht so recht, eher ganz und gar nicht.

Gefallen tun sie sich wechselseitig, und trotzdem will er nicht. Seine alte Beziehung war mühsam und ist noch nicht genug ausgekühlt, sagt er, und fährt zur Sicherheit mal lieber nach Brasilien. Keine Frage, was ein Single in Brasilien so sucht, so naiv ist keiner.

Eine Frage schwimmt beim zweiten Achterl Zweigelt nach oben: Wenn alle guten Männer schon weg sind und höchstens mal eine unmögliche Beziehung beenden – wie kann eine Frau dann überhaupt zu einem ertragbaren Mann kommen? Die ersten zwei Monate nach der alten Beziehung braucht der Mann zum Abkühlen, da v*gelt er sowieso nur herum oder leidet wie eine Sau, danach ist Freiheit das einzig Wichtige. Und dann?

Kein Lösung.

Für den Zweigelt “Terra Patriae” spricht einiges: Er löst die Zunge, hat uns über die Liebe reden lassen und ist nicht flach im Geschmack. Den nehmen wir wieder mal mit. Burgenländer. Trotzdem.

Cesari Bardolino Classico DOC 2009

06 Jan

Cesari Bardolino DOC 2009

Wir sitzen zu viert zusammen, von den drei Frauen ist eine die Mutter der zweiten und die dritte die Stieftochter der ersten. Nach den Tees, weil es draußen minus vier Grad hat, kommt der Bardolino.

Leicht und geschmacklos, das Gegenteil von intensiv, mehr bleibt nicht hängen. Das wäre was für einen Abend im Sommer, an dem eine Flasche nach der anderen vom Keller heraufgetragen wird. Wir machen mit dem Terra Patriae Zweigelt Reserve 2008 weiter, in der Hoffnung auf mehr Einsicht.